Milo, ein American Staffordshire Terrier aus dem Tierheim, war mein Seelenhund, wenn auch recht anspruchsvoll im Umgang ausserhalb seiner Sicherheitszone, das heisst seinem Haus und Garten. Dank Milo habe ich auf die harte Tour gelernt, was es heisst, einen „unsicheren“ Hund an der Leine zu führen.
Vor drei Jahren hat uns Milo verlassen und Smokey ist in seine Fussstapfen getreten. Auch er ist keineswegs ein „normaler“ oder „pflegeleichter“ Hund. Aufgrund seiner problematischen Entwicklungsgeschichte hat er ein paar grössere Baustellen.
Smokey ist denn auch der Hund, der mich zum Entschluss führte, im eine zweijährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin für Hunde zu absolvieren.
Dieser Blog ist quasi ein Lerntagebuch, in dem ich meine Gedanken, Erkenntnisse und Erfahrungen aus Theorie und Praxis festhalte – und auch immer wieder reflektiere und überarbeite.
Ich lade euch herzlich ein, ab und zu hereinzuschauen, mitzulesen und falls ihr mögt – mitdiskutieren.
Monika Baumgartner

Vor ein paar Tagen liess ich mich hinreissen und forderte Smokey mit ausladenden Bewegungen mit dem Signalwort Hu zum Spiel auf, wie ich das jeweils mit Milo gemacht habe.

Smokey hat einige Baustellen, unter anderem weil er als Welpe und Junghund nicht viel lernen konnte. Wie sich bereits in der Aufstellung, die wir für ihn gemacht haben, gezeigt hat, braucht er im Moment vor allem eines: Orientierung. Das heisst, meine Aufgabe ist es, Smokey mit positiver Bestärkung zu zeigen, welches Verhalten in einer bestimmten

Ich werde ab und zu nach dem Charakter von Smokey gefragt. Obwohl er nun schon anderthalb Jahre mit mir unterwegs ist, tue ich mich sehr schwer mit einer Antwort. Natürlich, es gibt gewisse Beobachtungen in seinem Verhalten, die ich tagtäglich mache. Ob es sich dabei um den Ausdruck von gefestigten Persönlichkeitsmerkmalen handelt, kann ich aber

Mit dem Wedeln ist es so eine Sache: Nicht immer ist ein wedelnder Hund freundlich gestimmt. Es kommt stark auf den Gesamtkontext an.

Smokey und ich gehen im Fideriser Tarnutz spazieren. Der Weg ist sehr angenehm, vor allem weil er recht übersichtlich ist. Es ist ein gewöhnlicher Donnerstag Mitte Juni in der Zwischensaison, meine Vermutung ist, dass heute kaum Wandersleute unterwegs sind. Und vor allem: Die Mutterkühe sind auch noch nicht oben auf der Alp. Der Wanderweg ist

Heute war für Smokey und mich ein guter Tag. Bereits am Morgen überraschte mich Smokey bereits zwei Mal positiv: Ich nahm ihn mit auf die kleine Wiese unterhalb unseres Hauses, wo ich etwas Heu zusammenrechen wollte. Normalerweise springt Smokey in den langen Heurechen und verbellt diesen. (Dasselbe gilt für die Garette.) Nicht aber heute. Er

Am 3. Juni 2024 wäre Ranja 15 Jahre alt geworden. Dass ich weiss, an welchem Tag genau ihr Geburtstag ist, habe ich einer glücklichen Fügung zu verdanken. In ihrem Heimtierpass stand nämlich nur «ca. 5. 2009». Als wir noch im Baselbiet wohnten, ging regelmässig mit Ranja im Hardwald in Birsfelden spazieren. Weil dort konnte sie

Nach einer Einführung, die in meinem Fall sehr kurz ausfiel, weil ich nicht das erste Mal bei ihr war, schrieb die Verhaltensberaterin nur folgendes auf einen Zettel: Zu mehr kamen wir nicht, auch weil Smokey im Auto wartete und bellte. Er kann noch nicht alleine im Auto warten. Zu dieser Aussage kam sie aufgrund meiner

Das Post-it klebt noch auf Seite 145 im Buch Animals in translation von Temple Grandin. Es ist der Abschnitt über angstgetriebene Aggression. Das war Milo. Wenn er sich in die Enge gedrängt fühlte, konnte es für einen anderen Hund gefährlich werden. Konnte – wohlbemerkt – musste nicht. Beim letzten Vorfall, den ich mit Milo im Januar 2018 erlebte,

Am 2. Januar 2023 fuhren wir also über den San Bernadino nach Bellinzona, um Smokey (damals noch Zeus) zu besuchen. Wie der kleine Hund sich in seinem Zwinger verhielt, liess nichts Gutes vermuten: Er sprang in seinem Zwinger herum und am Gitter hoch. Er wirkte auf mich wie ein Tiger in Gefangenschaft. Meine Befürchtung war,