Milo, ein American Staffordshire Terrier aus dem Tierheim, war mein Seelenhund, wenn auch recht anspruchsvoll im Umgang ausserhalb seiner Sicherheitszone, das heisst seinem Haus und Garten. Dank Milo habe ich auf die harte Tour gelernt, was es heisst, einen „unsicheren“ Hund an der Leine zu führen.
Vor drei Jahren hat uns Milo verlassen und Smokey ist in seine Fussstapfen getreten. Auch er ist keineswegs ein „normaler“ oder „pflegeleichter“ Hund. Aufgrund seiner problematischen Entwicklungsgeschichte hat er ein paar grössere Baustellen.
Smokey ist denn auch der Hund, der mich zum Entschluss führte, im eine zweijährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin für Hunde zu absolvieren.
Dieser Blog ist quasi ein Lerntagebuch, in dem ich meine Gedanken, Erkenntnisse und Erfahrungen aus Theorie und Praxis festhalte – und auch immer wieder reflektiere und überarbeite.
Ich lade euch herzlich ein, ab und zu hereinzuschauen, mitzulesen und falls ihr mögt – mitdiskutieren.
Monika Baumgartner

Manche Reaktionen aus meinem Umfeld auf Milos Tod stimmen mich sehr nachdenklich und vor allem auch traurig. Sie zeigen, wie sich Menschen von Vorurteilen leiten lassen und dabei das Individuum gar nicht sehen (wollen). Zum Beispiel bei einem Kampfhund, Listenhund, bösen oder gefährlichen Hund wie Milo. Einige Leute im Dorf scheinen gerade erleichtert zu sein,

Gegen Mittag kehrte ich von meiner kurzen Einkaufstour in Klosters zurück: Ich war im Fleischzentrum Hundefleisch, Pansen und Kausachen holen gegangen sowie ein Brot im Coop. Denn Marianna hatte noch keine Zeit gehabt, eines selbst zu backen. Milo hatte ich zu Hause gelassen, denn das „Hundeauto“ war bei Marianna. Als ich nach Hause kam, trug

Ein Tag, den es nicht wirklich gibt, entriss uns unsere geliebte Hündin Ranja.

Diese eindringliche Frage geht mir jedes Mal durch den Kopf, wenn ich mit Milo unterwegs bin.

Adjektive wie unsicher oder lieb sind problematisch bis gefährlich, weil sie den Blick trüben.

Der Waldspaziergang neulich war wieder einmal im grünen Bereich. Milo schien zufrieden zu sein mit sich und der Welt.

Gerade im Umgang mit Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten spielt das Phänomen Trigger Stacking eine wichtige Rolle. Leider ist das Phänomen zu wenig bekannt, vor allem im deutschsprachigen Raum.
Anfang März 2016 trat Milo, ein American Staffordshire Terrier mit bewegter, aber doch weitgehend unbekannter Vorgeschichte, in unser Leben.