Milo sei Dank haben wir sehr viel über Hunde gelernt, die anspruchsvoll im Umgang sind und deshalb schlechtere Chancen auf eine Vermittlung haben. Darum war für uns klar: Wir wollen wiederum einem Listenhund aus einem Tierheim ein Plätzchen bieten.
Kurz nach Milos Tod kontaktierte ich deshalb die beiden Vereine, die sich um Listenhunde kümmern: SOS Listenhunde (Ost-)Schweiz und Bullstaff-Hilfe. Sandy von der Bullstaff-Hilfe meldete nach Weihnachten telefonisch, denn sie kannte Milo und uns persönlich. Wir sprachen lange über mögliche Kandidaten, dann erwähnte sie eine Facebookseite, die von Bullstaff-Hilfe betreut wird und die ich noch nicht kannte: Listenhunde aus der Schweiz suchen ein Zuhause. Dort werden auch Listenhunde von Privaten angeboten, was für mich aber keine Option war. Ich scrollte durch die Chronik und stiess auf den Post von Zeus, einem schwarzen American Staffordshire Terrier, der im Tierheim in Bellinzona auf aktive Menschen wartet, die sich mit der Rasse auskennen.

Ich schaute auf der Website des Tierheims nach. Da stand:
Zeus è uno splendido cucciolone molto esuberante e curioso (con un educazione di base), a cui piace fare lunghe passeggiate in sicurezza per scoprire odori e cose nuove. Ha bisogno della presenza costante di una persona ed una volta esaurita la sua esuberanza gli piace farsi accarezzare e coccolare.
Ricordiamo che appartiene alle 30 razze per cui, necessita di un’ autorizzazione cantonale per la detenzione. Il detentore dovrà obbligatoriamente frequentare una scuola con un istruttore cinofilo riconosciuto dall’ Ufficio del Veterinario Cantonale, per ottenere il permesso speciale che ne attesti l’idoneità di detenzione e di educazione del cane.
Per Zeus si cerca una persona esperta della razza e che abbia tempo e pazienda da dedicargli, non è adatto per famiglie bambini o per chi possiede altri cani, necessita inoltre poter avere a disposizione un giardino. Vaccinato, sverminato e provvisto di microchip.
Mit meinen bescheidenen Italienischkenntnissen und der Unterstützung von translate.com verstand ich, dass es sich wohl um einen recht lebhaften Hund handelt, also so quasi das Gegenteil von Milo.

Ich schrieb ein Mail auf Deutsch an das Tierheim, entschuldigte mich, dass mein Italienisch nicht ausreiche. Schon bald kam die freundliche Antwort von Nicla, seiner Betreuerin im Tierheim, die glücklicherweise Deutsch spricht und schreibt. Wir vereinbarten einen Besuch am Montagmorgen, dem 2. Januar 2023 im Tessin.


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