Am 15. Juli 2025 holte ich Chanel aus dem Tierheim in Bellinzona ab. Bevor wir den ganzen Papierkram erledigten, verbrachten wir ein paar Minuten im Aussengehege. Chanel hatte mich freundlich begrüsst und zeigte sich gut ansprechbar, auch auf meine feinen Leckerli. Sie wurde aber immer wieder abgelenkt von den Katzen im Nachbarsgehege, die ich – so meine ich – sie absichtlich provozierten.

Dann folgte ihr letzter Gang durch die Zwingeranlage, Richtung Ausgang. Diese Kulisse ist mehr als bedrohlich und gleicht einem Spiessrutenlauf: Auf beiden Seiten springen bellende Hunde hoch, hin und her, kommen ans Gitter. Man fühlt sich wie in einem amerikanischen Gefängnis, wie man es aus den Filmen so kennt. Was mir aber auffiel: Chany gab nur einem Hund ziemlich heftig zurück. Ansonsten versuchte sie so rasch wie möglich aus der Situation herauszukommen.
Im Büro des Tierheims erklärte mir die Chefin Betty den Ablauf, stellte mir den Vertrag aus und übergab mir eine Wochenration Trockenfutter und ein Medikament.
Rasch posieren für das obligate Abschiedsfoto vor dem Tierheim, dann gingen wir zum Auto. Wir fuhren aber nicht gleich los, sondern wir setzten uns wiederum eine Weile in den Kofferraum. Auch damit sich die Leute, die sich liebevoll um Chany gekümmert hatten, sich von ihr verabschieden konnten. Va a casa.



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